Mit dem Fahrrad zur Kultur

„Kulturroute“ in und um Hannover

v. l. Martin Fahrland (Geschäftsführer Mittelweser-Touristik GmbH), Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes und Sonja Kuhn (stellvertretende Geschäftsführerin Mittelweser Touristik GmbH) stellten die neue „Kulturroute“ beim Markt der Möglichkeiten in Herrenhausen vor. (Foto: www.kulturroute-hannover.de)

Ob Kloster Loccum, Herrenhäuser Gärten oder die Welterbestätte Fagus-Werk in Alfeld: Die im Netzwerk Erweiterter Wirtschaftsraum Hannover (EWH) zusammengeschlossenen Kreise und Kommunen und die Region Hannover haben eine Vielzahl an Kulturgütern zu bieten. Insgesamt 26 dieser Sehenswürdigkeiten sind seit dem vergangenen Freitag, 10. Juli über einen neu ausgewiesenen Fernradweg miteinander verbunden.

"Wir haben interessante Ziele in der Mittelweser-Region durch die Kulturroute verbunden", sagt Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik GmbH. Die Planung und Erstellung der Kulturroute hat knapp 220.000 Euro gekostet und wurde als Kooperationsprojekt mit rund 120.000 Euro von der Europäischen Union aus dem EFRE-Programm gefördert. Zu erkennen ist die „Kulturroute“ anhand von rund 1.600 an den Wegweisern eingehängten Plaketten, die ein weißes K – für Kultur – auf einem roten (Hauptroute), grünen (Nebenrouten) oder blauen (Ergänzungsstrecken) Fähnchen zeigen.


Radfernweg von 800 Kilometern

Der neue Radfernweg „Kulturroute“ hat eine Länge von 800 Kilometern und verläuft auch durch die Mittelweser-Region: Aus Stadthagen kommend erreicht der Radler Bad Rehburg, das einst „Hannoversche Madeira“ genannt wurde. Im neuen Badehaus befindet sich die Ausstellung „Kurleben der Romantik“. In zwölf Kabinetten werden die Episoden aus der Geschichte des königlichen Bad Rehburgs und des Kurlebens inszeniert. Über Münchehagen mit dem Dino-Park und Loccum mit seinem überregional bekannten, 1163 gegründeten Kloster geht die Reise nach Schlüsselburg mit seinem Scheunenviertel. Hier trifft die Kulturroute auf den Weser-Radweg. Der nächste Ort ist Stolzenau, direkt am Weserufer gelegen. Das Wahrzeichen ist der gedrehte Turmhelm der St.-Jacobi-Kirche. Weiter nördlich führt der Weg am Gelände des ehemaligen Benediktiner-Klosters Schinna, eine der ältesten protestantischen Fachwerkkirchen Deutschlands, vorbei. Über die Weserbrücke geht es in den Ortskern von Landesbergen mit der Hochzeitsmühle, dem Spieker und der alten Weserfähre. In Estorf locken die Fachwerkkirche und das Historische Scheunenviertel mit der Radler-Scheune. Der Gast erreicht dann Nienburg mit seiner Fachwerk- und Weserrenaissancealtstadt. Hier locken verschiedene Museen und die Personenfahrgastschifffahrt. Durch die Stadt führt der Weg in den nahe gelegenen Forst Krähe. Dort liegt seit Jahrtausenden der Findling Giebichenstein. Mit einem Gewicht von 207 Tonnen Granit ist er einer der größten in Niedersachsen. Weiterhin sehenswert ist in Stöckse das Kulturdenkmal Kartoffeldämpfanlage – deutschlandweit einzigartig. 1962 entstand diese Anlage, um Kartoffeln für die Schweinemast zu garen. Über Steimbke mit seiner romanischen St. Dionysius-Kirche und Rodewald (untere Bauernschaft – nördlicher Teil) mit dem Heimatmuseum (mittlere Bauernschaft) führt der Weg weiter ins Aller-Leine-Tal.


Informationen zum Routenverlauf und zu den Kulturangeboten sind auf der Webseite www.kulturroute-hannover.de zu finden. Dort kann auch die Routenführung als GPX-Track heruntergeladen werden.


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